Qualitätsmanagement

Die Notwendigkeit des Qualitätsmanagement wird über die "Kostenschere" zwischen Fehlerentstehung und Fehlerbehebung und die hohen Kosten mangelnder Qualität deutlich. Da die Qualität der Zulieferteile wesentlichen Einfluss auf die spätere Qualität der Produkte hat, wird dem Auswählen und kontinuierlichen Bewerten der Lieferanten (intern und extern) große Bedeutung zugemessen.

Der gesamte Produktentstehungsprozess, beginnend mit der Ideenfindung (qualitätsgerechtes Konstruieren nach VDI 2247 - Lehrveranstaltung: Qualitätsmanagement in der Produktentwicklung) bis zur Entsorgung, wird aus Sicht der Vermeidung von Fehlern und der Verminderung von Verschwendung aller Art bewertet. Die Vielfalt der dafür geeigneten Methoden und Werkzeuge wird exemplarisch in der Anwendung erprobt.

Moderne Managementkonzepte, wie Six Sigma, Balanced Score Card und Benchmarking werden als Möglichkeiten zur Kostenreduktion transparent. Der Zusammenhang zwischen geringen Fehlerquoten, in Folge einer guten Prozessbeherrschung und niedrigen qualitätsbezogenen Kosten wird erkennbar.

Gute Prozessbeherrschung setzt den Einsatz der Statistischen Versuchsplanung voraus. Die gleichzeitige Veränderung und Bewertung unterschiedlicher Prozesseinflussgrößen wird damit möglich. Gute Prozessbeherrschung erfordert auch geeignete Messmittel und die Integration notwendiger Prüfschritte in den Arbeitsablauf.

Standardprüftätigkeiten sowie das Arbeiten mit Qualitätssicherungssystemen sind Bestandteil eines Praktikums.

Qualitätsmanagementsysteme haben vor allem die Aufgabe, die Organisation der Unternehmen zu beleuchten und einen schnellen, termingerechten und kostengünstigen Auftragsdurchlauf in der vom Kunden geforderten Qualität sicherzustellen. Die Eignung bestehender Organisationsstrukturen wird kritisch hinterfragt. Moderne, auch internationale Organisationsansätze werden als Verbesserungspotenzial in die Aufbauorganisation der Unternehmen einbezogen. Die Gleichwertigkeit von Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung für jede zu lösende Aufgabe ist Voraussetzung für klar formulierte Aufgabenstellungen und in Folge für die Orientierung auf Kernprozesse. Eindeutige Aufgaben und die Übergabe der notwendigen Verantwortung an die Mitarbeiter sind die Voraussetzung für Kontinuierliche Verbesserungsprozesse im Unternehmen.

So wie die Organisation im Unternehmen Voraussetzung für verlustarme Prozesse ist, müssen auch die Produkte, die im Unternehmen hergestellt werden, den Anforderungen der Kunden entsprechen. Was Qualität ist, legt immer der Kunde fest (sowohl der interne als auch der externe Kunde).

Das Erfassen und Bewerten von Kundenforderungen und das Umsetzen der Kundenforderungen zu einem vom Kunden akzeptierten Preis erfordern, den gesamten Produktentstehungsprozess sehr kritisch auf Störanfälligkeit zu untersuchen. Das Ziel sind Produktionsprozesse, in denen bei gleichen Bedingungen immer die gleiche gute Qualität entsteht.