Produktionsplanung und -steuerung (PPS)

Die exponierte Stellung der PPS erfordert die informelle Einordnung in den Produktentstehungsprozess. Die PPS wird als Regelkreismodell für lang-, mittel- und kurzfristige Aktivitäten dargestellt, einschließlich der Eingriffsmöglichkeiten in den "Teufelskreis der Fertigung".
Welche Bestandteile und Beeinflussungsmöglichkeiten auf die Auftragsdurchlaufzeit existieren in der Praxis?

Mittlere Auftragsdurchlaufzeit = (Mittlerer Bestand)/(Mittlere Leistung)

Die Gesetzmäßigkeiten produzierender Prozesse und daraus abgeleitende Anforderungen an PPS-Systeme ordnen sich in das Modell: "Prozessvoraussetzungen schaffen - Möglichkeiten der Prozessbeeinflussung nutzen - Prozessergebnisse bewerten" ein. Unter Berücksichtigung der Schnittstellen zu anderen Funktionseinheiten werden die Schwerpunktaufgaben der Produktionsplanung und -steuerung vermittelt:

  • Produktionsprogrammplanung ohne und mit variablen Engpässen; Berücksichtigung engpassbezogener Deckungsbeiträge; Nutzen der Methoden der Linearen Optimierung 
  • Kennenlernen und Einsatz geeigneter deterministischer Methoden in der "Programmorientierten Bedarfsermittlung" 
  • Einsatz von Prognoseverfahren nach unterschiedlichen mathematischen Beschreibungsmodellen anhand praxisbezogener Beispiele speziell auch unter dem Blickwinkel der kundenorientierten Fertigung bis hin zur Losgröße 1 für die "Verbrauchsorientierte Bedarfsermittlung" 
  • Produktionsmengenplanung unter Zugrundelegung analytischer und synthetischer Erzeugnisstrukturierung und der ABC-XYZ-Analyse
  • Kennenlernen geeigneter Modelle zur Bestandsplanung aus dem Blickwinkel der Bestandsarten, -strategien und -ergänzung 
  • Kapazitätsbetrachtung unter Berücksichtigung realer Verfügbarkeiten und der Möglichkeiten der Kapazitätsabstimmung vor kurzfristigen Zeithorizonten 
  • Reihenfolgeplanung
  • Auftragskontrolle und -überwachung